Ausstellungen

ZERA entwickelt Ausstellungs­ideen und realisiert sie – mit Wissen, Erfahrung und künstlerischer Fantasie. Unser Ziel ist es, Inhalte auf vielfältige Weise zum Sprechen zu bringen und herausfordernde, ästhetisch wirksame Ausstellungs­szenarien und interaktive Projekträume zu generieren. Dabei stellen wir uns auf unterschiedliche Schauplätze und Budgets ein und entwerfen maßgeschneiderte Lösungen. Ein Schwerpunkt der bisherigen Arbeit sind innovative Konzepte für Themen­ausstellungen und historische Projekte – mit Blick auch auf junge Besuchergruppen.

Bauen für Groß-Berlin in Tempelhof, Ausstellung im Tempelhof Museum, Berlin 2020
Bauen für Groß-Berlin in Schöneberg, Ausstellung im Schöneberg Museum, Berlin 2020
Fotografien von André Kirchner im Dialog mit historischen Ansichten, Schöneberg Museum 2021
Historische Infotafeln im Stadtraum, Berlin 2019
Ausstellung zum Thema sexuelle und geschlechtliche Vielfalt im Jugend Museum in Berlin, 2019
Ausstellung im Jugend Museum zum geteilten Berlin, 2009
Werkstattschau im Jugend Museum, 2013
Jugendprojekt auf den Alten St. Matthäus-Kirchhof, 2006
Interkulturelle Veranstaltungsreihe des Jugend Museums, 2006
Ausstellung des Jugend Museums zum Kriegsende in Berlin, 2005
Raum zum Thema Nationalsozialismus im Tempelhof Museum, 2006
Stadthistorische Dauerausstellung im Tempelhof Museum, 2006
Workshop-Projekt in der Lokhalle auf dem Südgelände, 2007
Ausstellung und Forschungswerkstatt des Jugend Museums zur NS-Geschichte, 2007
Historisches Informationssystem im Stadtraum in Berlin, 2009
Biografische Ausstellung zu Migration und Heimat, Jugend Museum 2014
Historische Ausstellung des Jugend Museums zum Preußenjahr, 2001
Historisches Informationssystem im Berliner Stadtraum, 2011 und 2018
Präsentation des Modellprojekts zur Migrationsgeschichte, Jugend Museum 2014

Wege aus der Wohnungsnot

Ausstellung zum Siedlungsbau der Weimarer Republik
im Tempelhof Museum, 2020

zum Stadtjubiläum „100 Jahre Groß-Berlin 1920|2020“

im Rahmen des Kooperationsprojekts »Großes B – dreizehnmal Stadt

Das Centerpiece der Ausstellung im Tempelhof Museum war eine großer Tisch mit einer historischen Karte in Form des Bezirks Tempelhof. Darauf waren die neu erbauten Siedlungen farblich markiert. Bild-Text-Tafeln an leuchtend gelben Stangen boten Kurzinformationen zur jeweiligen Siedlung. An den Wänden ringsum wurden fünf Bauvorhaben exemplarisch vorgestellt. Eine interaktive Karte lud Besuchende dazu ein, die Forschungen zu ergänzen und ihnen bekannte Siedlungen aus der Weimarer Republik einzutragen.

Der Katalog „Wege aus der Wohnungsnot. Bauen für Groß-Berlin in Tempelhof und Schöneberg“ dokumentiert die Ausstellung.

Kuratorische Leitung Johanna Muschelknautz,  Umsetzung in Zusammenarbeit mit Gitti Scherer, Szenografie und Christiane Geiselmann, Grafik.

 

Wege aus der Wohnungsnot

Ausstellung zum Siedlungsbau der Weimarer Republik
im Schöneberg Museum, 2020

zum Stadtjubiläum „100 Jahre Groß-Berlin 1920|2020“

im Rahmen des Kooperationsprojekts »Großes B – dreizehnmal Stadt

Bei der Gründung „Groß-Berlins“ 1920 fehlten der Stadt 130.000 Wohnungen. Den Auftakt der Ausstellung im Schöneberg Museum bildete deshalb eine Rauminszenierung mit Statistiken, Displays und einer Audiostation zur Wohnungsnot und Wohnungsbaupolitik der Weimarer Zeit.

Im Zentrum der Ausstellung stand die Geschichte der bereits im Ersten Weltkrieg geplanten Siedlung Lindenhof, zu der eigens ein Modell erstellt wurde. Der dritte Raum präsentierte weitere bedeutende Siedlungen, an denen sich der Wandel der wohnungsbaupolitischen Paradigmen im Laufe der 1920er-Jahre zeigte. Und schließlich waren die Besuchenden zur Partizipation aufgefordert. An einer Mitmach-Wand wurde nach ihrer eigenen Wohnsituation und ihrer Meinung zum neu eingeführten Mietendeckel gefragt.

Der Katalog „Wege aus der Wohnungsnot. Bauen für Groß-Berlin in Tempelhof und Schöneberg“ dokumentiert die Ausstellung.

Kuratorische Leitung Johanna Muschelknautz, Umsetzung in Zusammenarbeit mit Gitti Scherer, Szenografie und Christiane Geiselmann, Grafik.

Handel & Wandel

Fotografien von André Kirchner im Dialog mit historischen Ansichten
Ausstellung im Schöneberg Museum, Berlin 2021

André Kirchner hat 2019/2020 eine fotografische Straßenabwicklung der Potsdamer Straße und Hauptstraße erstellt. Seine klaren, menschenleeren Fotos zeigen Hauseingänge und Schaufenster, in denen sich das Gegenüber spiegelt.

Kirchners Idee, die aktuellen Aufnahmen durch historisches Bildmaterial des Straßenzugs zu ergänzen, bestimmte das Konzept der Ausstellung. Durch alle drei Ausstellungsräume verlief horizontal ein vorgesetztes rotes Band. Darauf waren, dicht an dicht und entsprechend der Topografie, die gleichformatigen Farbfotos von Kirchner angeordnet. Vertikal dazu entfaltete sich die historische Ebene, mit unterschiedlich großen Fototafeln und weiteren Exponaten sowie Infotexten zu ausgewählten Adressen.

Ein Mitmachraum bot den Besuchenden die Möglichkeit, auf großen Kartenausschnitten eigene Erinnerungen an die Geschichte des Straßenzugs und Wünsche für die Zukunft zu hinterlassen.

Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen.

Kuratorische Leitung Johanna Muschelknautz, Umsetzung in Zusammenarbeit mit Gitti Scherer, Szenografie und Christiane Geiselmann, Grafik.

INSEL TOUR

Historische Infotafeln im Stadtraum, Berlin 2018

Die INSEL TOUR lädt zu einem historischen Rundgang auf der sogenannten Schöneberger Insel in Berlin ein. An 19 Stationen finden sich Infotafeln mit Abbildungen und kurzen Texten. In der Zusammenschau ergibt sich das Porträt eines Kiezes, der bis heute durch seine stadträumliche Insellage zwischen den Gleisen geprägt ist.

Die Tafeln im Format 100 cm x 65 cm sind beidseitig bedruckt und an lackierten Stahlmasten befestigt.

Im Auftrag des Bezirksamtes Tempelhof-Schöneberg hat ZERA berlin das inhaltliche Konzept der INSEL TOUR entwickelt. Die grafische Umsetzung erfolgte in Kooperation mit Christiane Geiselmann.

Die Projektwebsite www.inseltour-berlin.de dokumentiert die einzelnen Stationen in Deutsch und Englisch.

Welcome to diversCITY

Ausstellung des Jugend Museums zu vielfältigen Lebensweisen, 2019

»Welcome to diversCITY. Queeres Leben in Schöneberg und anderswo« ist eine interaktive und auf Partizipation angelegte Ausstellung zum Thema sexuelle und geschlechtliche Vielfalt. Sie richtet sich an Kinder ab 10 Jahren, Jugendliche und Erwachsene. ZERA berlin hat die Ausstellungskonzeption mitentwickelt, Inhalte und Texte erarbeitet, das Titellogo entworfen und 80 Infokarten illustriert.

Berlin halb und halb

Ausstellung im Rahmen des Modellprojekts »Hands on History« im Jugend Museum, 2009

»Berlin halb und halb« war der zweite Baustein des »Geschichtslabors«, eines Projekts zum historischen Lernen für Kinder und Jugendliche. Es ging um das geteilte Berlin zwischen Mauerbau und Mauerfall. Die Ausstellung zeigte über 300 Originalobjekte und bot einen ungewöhnlichen Blick auf Zeitgeschichte.

Leuchtkästen mit spannenden Fotos und kurzen Infotexten gaben einen Überblick über wichtige historische Ereignisse. Sie griffen die Themen in den Objektvitrinen auf und machten Geschichte anschaulich.

Israelis in Berlin

Werkstattschau im Jugend Museum, 2013

»Israelis in Berlin« war eine Werkstattschau des Jugend Museums im Rahmen eines Modellprojekts zur Migrationsgeschichte. Im Mittelpunkt standen die Porträts von neun Berliner Israelis, die den Kindern und Jugendlichen in Live-Interviews Auskunft gaben über ihr Leben in Berlin.

ZERA berlin hat eine Präsentationsform für die Ergebnisse der Jugend Workshops entwickelt, die den einzelnen Biografien viel Raum ließ und trotz der klaren Struktur den Werkstattcharakter des Projekts widerspiegelte.

Ein wichtiges Gestaltungselement im Raum waren Zeichnungen von Möbeln und Einrichtungsgegenständen, als Cutouts im Format 1:1 direkt auf die Wände kaschiert.

Underground Stories

Open-Air-Ausstellung auf dem Alten St.-Matthäus-Kirchhof, 2006

»Underground Stories« war ein Jugendkulturprojekt zum 150. Geburtstag des Alten St. Matthäus-Kirchhofs in Berlin-Schöneberg. In Workshops erarbeiteten Jugendliche historische Informationen zu ausgewählten Grabmalen bzw. den dort bestatteten Menschen. 

Für die Präsentation der Workshop-Ergebnisse auf dem Friedhof hat ZERA ein kostengünstiges Displaysystem entworfen, das schon aus der Ferne gut wahrnehmbar ist und dennoch nicht wie ein störender Fremdkörper wirkt, sondern sich respektvoll in die Umgebung einfügt. 

 

Kochen global

Interkulturelle Veranstaltungsreihe des Jugend Museums in Zusammenarbeit mit dem Quartiersmanagement Schöneberg-Nord, 2006

Für die sonntäglichen Kochveranstaltungen mit Kulturprogramm haben wir die Projekträume des Jugend Museums mit einem Sammelsurium aus Tischen, Stühlen, Hockern, Lampen und Dekorationselementen bestückt. Die meisten Möbel und Leuchten stammten aus dem Fundus des Museums oder waren gebraucht gekauft oder recycelt. Uns kam es darauf an, mit einfachen Mitteln eine Atmosphäre des Transitorischen zu schaffen, des wilden Durcheinanders, das im Gesamtbild eine schöne Vielfalt ergibt. Die Gäste fühlten sich in dieser ungezwungenen Atmosphäre offensichtlich wohl. Sie aßen miteinander, verfolgten aufmerksam das Bühnenprogramm und verwickelten sich in spannende interkulturelle Gespräche.

time zero 2005|1945

Ausstellung des Jugend Museums zum Kriegsende in Berlin, 2005

Die Ausstellung »time zero« bot Kindern und Jugendlichen einen sinnlich-konkreten Zugang zur Berliner Nachkriegsgeschichte. In einer Ruinenlandschaft mit wispernden Stimmen trafen die Besucher*innen auf sechs Figuren aus der Zeit um 1945: den invaliden Kriegsheimkehrer, die Mutter, die als Trümmerfrau arbeitet, den Jungen, das Fräulein, den Schwarzhändler und die junge Jüdin, die versteckt überlebt hat. Grundlage dieser Figuren waren authentische Lebensgeschichten.

Mit zeichenhaften Mitteln wurden die Ausstellungsräume inszeniert: Über dem Parkett war ein Bretterboden verlegt, die Decken waren entsprechend abgehängt. Vor den Fenstern hingen schwere Planen. Sechs hohe Vitrinen mit lebensgroßen Silhouetten und hinterleuchteten Textfenstern standen im Raum verteilt. Die dreiseitigen Vitrinen waren von innen beleuchtet und gaben den Besuchern Einblick in die Menschen und ihre Zeit. Weiter gab es bei jeder Figur eine biografische Seite und eine mit zeitgenössischen Dokumenten.

ZERA hat neben Konzept und Gestaltung auch die Objektrecherche für »time zero« gemacht.

Forschen und Erinnern – die Zeit des Nationalsozialismus

Themenraum in der Dauerausstellung des Tempelhof Museums, 2006

Im Tempelhof Museum haben wir einen Raum zum Thema Nationalsozialismus eingerichtet. Als Ausstellungsmodule dienten historische Schränke, die mithilfe von Gipseinbauten verfremdet wurden. In den Gipsnischen der Schränke fanden sich persönliche Erinnerungstücke und historische Objekte mit Symbolcharakter. Die Rückwände der Schränke boten Platz für historische und biografische Informationen. Sie wurden jeweils in Form von Bild-Text-Fahnen und auch über audiovisuelle Medien vermittelt.

Zwischen Feldern und Fabriken

Stadthistorische Dauerausstellung im Tempelhof Museum, 2006

»Zwischen Feldern und Fabriken. Orte, Menschen, Geschichten« heißt die stadthistorische Dauerausstellung des Tempelhof Museums, die wir über einen Zeitraum von mehreren Jahren erarbeitet und umgesetzt haben. Sie befindet sich in den Räumen der ehemaligen Dorfschule in Alt-Mariendorf und gliedert sich in Themenschwerpunkte wie »Über die Dörfer«, »Werkstatt Tempelhof«, »Wohnen in Tempelhof« oder »Sammelsurium«.

Zur Ausstellung konzipierten wir einen unterhaltsamen Hörrundgang für Jung und Alt.

Zukunft Lokhalle

Workshop-Projekt mit Präsentation in der Lokhalle auf dem Südgelände, 2007

Bei diesem Projekt des Jugend Museums waren Schüler*innen aufgefordert, neue Ideen für die Nutzung der alten Lokhalle auf dem Südgelände in Berlin zu entwickeln. Wir haben mithilfe von Bauwägen, Paletten und vorgefundenen Materialien vor Ort eine Arbeitsplattform eingerichtet und halfen auch bei der Präsentation der Workshop-Ergebnisse.

Ein Vorschlag der Jugendlichen war, die Halle als Ort für Mode zu nutzen. Sie improvisierten eine Modenschau. Mangels Laufstegs wurde das Model auf einem Karren durch die Halle geschoben.

Das Geschichtslabor 1933–1945

Ausstellung und Forschungswerkstatt zur NS-Geschichte für Kinder, 2007 

 »Das Geschichtslabor 1933–1945« war ein Bundesmodellprojekt des Jugend Museums zum historischen Lernen für Kinder ab 10 Jahren. ZERA berlin hat das inhaltliche und ästhetische Konzept entwickelt und die Materialrecherche und Koordination der Umsetzung übernommen, inklusive Printprodukte und Website.

Grundlegend für die Gestaltung der Ausstellung war der Gedanke, die NS-Zeit nicht atmosphärisch ins »Dunkel« zu rücken, sondern im Gegenteil hell auszuleuchten und gewissermaßen zu sezieren. Für die Präsentation der Originalobjekte wurden gebrauchte Metalltische mit Acrylhauben bestückt und als Vitrinen genutzt. Der historische Hintergrund wurde kindgerecht mithilfe kommentierter Comicbilder kurz skizziert. Viele der gezeigten Objekte fanden sich auf den Comicbildern wieder und regten zur weiteren Erkundung des Themas an. 

Zum »Geschichtslabor« gehörte eine Forschungswerkstatt, wo die Kinder selbst recherchieren konnten. ZERA hat dafür ein Leitsystem mit sieben Farben und speziellen Icons entworfen.

Geschichtsparcours Papestraße

Historische Informationen im Stadtraum, Berlin 2009

Der  »Geschichtsparcours Papestraße« ist ein historisches Informationssystem im Berliner Stadtraum. ZERA berlin hat das inhaltliche und gestalterische Konzept verantwortet und in Kooperation mit diegeisel umgesetzt, inklusive Begleitheft und Plan. 

Anhand von 14 Stationen skizziert der »Geschichtsparcours« die Entwicklung des ehemaligen Militärgeländes an der General-Pape-Straße. An jeder Station gibt es ein Schild mit einer Abbildung und ein Textschild. Für die Bildtafeln wurden spezielle Icons entwickelt. Sie spielen auf historische Sachverhalte an und dienen zugleich der Verortung der Stationen auf dem Geländeplan. Alle Bildtafeln sind in Grauwerten gehalten. Um inhaltliche Akzente zu setzen, wurden sie stellenweise in der Farbe der Icons koloriert. Formal einfach und zurückhaltend, behaupten sich die Tafeln dennoch auf dem disparaten Gelände.

Villa Global – The Next Generation

Biografische Ausstellung im Jugend Museum, 2014​

Villa Global  ist eine  Porträtausstellung in 14 Räumen.

Sie stellt ganz unterschiedliche Menschen vor, die heute in Berlin leben. Manche sind hier geboren oder wohnen schon lange hier, andere erst seit kurzer Zeit. Alle haben sich bereit erklärt, im Videointerview von sich zu erzählen. Und sie haben bei der Konzeption und Gestaltung ihrer Räume aktiv mitgearbeitet: inhaltliche Schwerpunkte gesetzt, Farben und Möbel ausgewählt, private Fotos und Dokumente zur Verfügung gestellt. 

Die kuratorische Leitung dieses ungewöhnlichen partizipatorischen Projekts lag bei Johanna Muschelknautz. Darüberhinaus war ZERA berlin für die Raumkonzeption und Ausstellungsgrafik verantwortlich. 

Steckbrieflich gesucht!

Ausstellung des Jugend Museums zum Preußenjahr 2001

»Steckbrieflich gesucht! Die wahre Geschichte einer Mordbrennerbande in Preußen« hieß die historische Ausstellung des Jugend Museums zum Preußenjahr. ZERA war für die Konzeption und Gestaltung verantwortlich und wesentlich an der Objektrecherche beteiligt. 

Erzählt wurde die Geschichte einer Mordbrennerband, die 1810 das Dorf Schöneberg in Brand setzte und deren Anführer – ein junges Paar – zum Tod auf dem Scheiterhaufen verurteilt wurden. Ein spannender Stoff, den wir mit vielen originalen Exponaten in einem atmosphärisch dichten Setting inszenierten. 

Als vorherrschendes Material für den Ausstellungsbau dienten alte Holzbalken und -bohlen, aus denen wir sowohl die Vitrinen als auch die Scheunenkonstruktion und das zentrale »Räuberhaus« fertigen ließen. Das »Räuberhaus« war verzapft und in Einzelteile zerlegbar. Nach Ablauf der Ausstellung wurde es vor dem Tempelhof Museum wieder aufgebaut.

Historische Orte sichtbar machen

Infotafeln zur Geschichte im Stadtraum, Berlin 2011, ergänzt 2018

»Historische Orte sichtbar machen« ist ein historisches Informationssystem im Stadtraum. Es wurde vom Quartiersmanagement Schöneberger Norden initiiert und lädt zum Erkunden der Gegend um die Potsdamer Straße ein. ZERA hat die Inhalte und die Gestaltung erarbeitet. Das Projekt umfasst mittlerweile 16 Geschichtsstationen sowie zwei Infostationen mit Standortplänen.

Als Grundfarbe haben wir ein freundliches Orange gewählt, in Anlehnung an die CI-Farbe des Quartiersmanagements Schöneberger Norden. Die beidseitig bedruckten Infotafeln sind an speziell lackierten Masten mit seitlich ausragenden Rohrrahmen befestigt. Die Bildseite zeigt meist 2–3 historische Abbildungen und ist so ausgerichtet, dass an vielen Standorten ein direkter Vergleich der damaligen und heutigen stadträumlichen Situation möglich wird. Auf der Textseite sind die grundlegenden historischen Informationen in etwa 1.000 Zeichen zusammengefasst. Die klare Schrift ist gut lesbar und hat eine freundliche Anmutung.

Eine Dokumentation aller Standorte findet sich auf der Website www.historische-orte.info. 

 

Projektschau Heimat Berlin

Präsentation des Modellprojekts zur Migrationsgeschichte, 2014

»Heimat Berlin« zeigte Ergebnisse des gleichnamigen Modellprojekts zur Migrationsgeschichte. Der Titel leuchtete in großen Buchstaben von den Wänden. Darunter fanden sich individuell gestaltete Spinde mit Videos der einzelnen Projektbausteine.

In den Türen der Spinde hingen Plakate mit Projekttiteln in Hand-Lettering und mit kurzen Beschreibungen. Daneben waren, teils in Vitrinen, viele Objekte zu sehen, die Migrationsgeschichte erzählen.

Der Ausstellungsraum sollte auch für Workshops und Veranstaltungen genutzt werden, deshalb haben die Mitte freigehalten.